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Video von Dr. Muhammad Yunus zu Social Business

Dienstag, 5. Mai 2009

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Hier kommt ein interessantes Video von Dr. Muhammad Yunus, dem Gründer der Grameen Bank in Bangladesch. Ich habe es in Wiesbaden beim Treffen des Grameen Creative Lab gesehen. Dr. Yunus, der für seine Verdienste um Mikrokredite mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurde, erklärt anschaulich die Prinzipien des so genannten “Social Business”, des sozialen Unternehmertums.

„Make money - give money“ – Ideen zu Social Business

Montag, 27. April 2009

Die Themen Grameen, Friedensnobelpreisträger Dr. Muhammad Yunus und Social Business – zu deutsch soziales Unternehmertum - sind in unserem Blog ja schon mehrfach behandelt worden.

Ich knüpfe heute daran an und möchte vom „Klassentreffen“ des Grameen Creative Lab berichten, das am Samstag in Wiesbaden stattfand. Das Grameen Creative Lab ist eine gemeinsame Initiative zwischen dem Yunus Center in Dhaka in Bangladesch (das zur Grameen Stiftung gehört) und Circ Responsibility, einem Tochterunternehmen der Agentur Circ von Hans Reitz. Das gemeinsame Ziel der beiden Initiatoren Yunus und Reitz: Die Bekämpfung von Armut weltweit und deren Auslöschung bis 2030. Dafür bringt das Grameen Creative Lab Mitstreiter zusammen, berät Unternehmen in Sachen Social Business und vernetzt Investoren.

Spannend war es zu erfahren, welche Prinzipien Dr. Yunus dafür aufgestellt hat. Er sieht Social Business gleichberechtigt neben dem traditionellem Unternehmertum. Aber: Social Business verfolgt ein soziales Ziel. Investoren geben Startkapital, verlangen keine Zinsen und bekommen bei Rückzahlung nur ihr eingesetztes Kapital zurück – ohne Dividende. Und: Ein Social Business ist keine Wohltätigkeitsveranstaltung zum Geld sammeln, sondern zum Geld verdienen, dessen Gewinne wieder in den Ausbau des Geschäfts oder in neue Projekte fließen. Kurz gefasst: „Make money – give money“. In dem Zusammenhang soll Dr. Yunus auch mal gesagt haben: „If you want to change the world – go for it. I go to work“.

Der Tag, der von vielen Diskussionen und Präsentationen in verschiedenen Workshop-Klassen geprägt war, war ungemein inspirierend: Viele Ideen, viele neue und nette Kontakte und viele Mitstreiter, die im sozialen Wirtschaften Sinn und Nachhaltigkeit sehen. Bemerkenswert übrigens die Location des Klassentreffens: eine Hauptschule in Wiesbaden. Die Schüler haben den kompletten Tag organisiert und mit der Schülerband Wahnsinns-Stimmung gemacht – Respekt!

Ich für meine Fälle bin am Samstag Abend mit einem pickepackevollen Kopf voller Ideen nach Hause gefahren! Ein Gedanke hat mich besonders beeindruckt: Es geht in erster Linie darum, konkret mit einer Idee anzufangen und die voranzutreiben. So, wie wir es bei hessnatur mit einem T-Shirt in Bangladesch gemacht haben. Und darauf aufzubauen. „Das ist so wie in der Natur“, hat Hans Reitz erzählt, „die kann auch keine riesigen und ausgewachsenen Bäume pflanzen. Zuerst einmal müssen die Samen verteilt werden – damit beginnt Wachstum.“

In den kommenden Monaten sollen weitere Treffen des Grameen Creative Lab stattfinden – mehr dazu soll es in Kürze auf der Website geben. Ich war am Samstag zum ersten Mal bei einer Veranstaltung dieser Initiative dabei – aber sicher nicht zum letzten Mal. :-)

Ein Besuch bei Grameen

Freitag, 20. März 2009

Im März bin ich durch Kambodscha gereist und war zuvor auch einige Tage in Bangladesch. Beim Aufenthalt in Dhaka, der Hauptstadt Bangladeschs, habe ich die Möglichkeit genutzt, um Grameen Knitwear einen Besuch abzustatten. Das ist die Textilproduktion der Grameen Stiftung von Friedensnobelpreisträger Dr. Muhammad Yunus. Dr. Yunus gilt als Vorreiter des “Social Business”, zu deutsch soziales Unternehmertum. Das bedeutet, dass Unternehmen in erster Linie dafür gegründet werden, um soziale Probleme zu lösen und Armut zu bekämpfen. Klar soll dabei auch Geld verdient werden, aber eben für einen guten Zweck und nicht für den kapitalistischen eigenen Geldbeutel. Bei Grameen Knitwear produziert hessnatur seit 2008 ein T-Shirt aus 100 % Bio-Baumwolle, mit Designs von Miguel Adrover.

Kurz vor Abflug Richtung Asien haben Steffi und ich uns die neuen Grameen-Shirts „The world in your hand – Die Welt in Deiner Hand“ bei hessnatur gekauft, die wir natürlich beim Besuch von Grameen Knitwear tragen :-)

Die Textilfabrik liegt etwas außerhalb von Bangladesch in der Freihandelszone. Um dort hinzukommen, werden wir in Dhaka von Alam abgeholt, der mit uns zu Grameen Knitwear fährt. Er arbeitet im Verkauf und hat zusammen mit seinem Kollegen Pijush die T-Shirts von hessnatur betreut. „Oh, that’s my production!“, ruft Alam erfreut, als er uns mit unseren „The world in your hand“-Shirts sieht.

Auf der Fahrt zu Grameen Knitwear komme ich mit Alam ins Plaudern. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Unternehmen seien stolz auf die „Corporate Culture“, die gepflegt wird. Das fängt schon damit an, dass die Arbeitsbedingungen bei Grameen Vorbildcharakter haben. Es gibt geregelte Arbeitszeiten und die Bezahlung ist weit über dem Minimum-Lohn, den viele andere Textilfabriken in Bangladesch zahlen und der den Menschen nur schwer zum Leben reicht. Jeder Mitarbeiter bei Grameen, egal welche Funktion er hat, bekommt nach einer Zeit eine Lohnerhöhung. Außerdem gibt es regelmäßig zweimal pro Jahr Treffen des Management-Boards (Vorsitzender ist Dr. Yunus), und über dessen Beschlüsse und die aktuelle Geschäftsentwicklung werden die Mitarbeiter dann informiert.

Bei Grameen angekommen, entdecke ich in deren „Showroom“ unser aktuelles T-Shirt. Nach einem kurzen Mittagessen mit Alam machen wir uns auf, um die Textilproduktion zu besichtigen. Mehr dazu wird es im nächsten Blog-Beitrag von mir geben.

Unsere neuen T-Shirts “The world in your hand”

Donnerstag, 26. Februar 2009

Zum Start des neuen Katalogs haben wir schon über das T-Shirt “The world in your hand - Die Welt in Deiner Hand” berichtet, das unser Designer Miguel Adrover entworfen hat und was wir in Bangladesch bei Grameen Knitwear haben produzieren lassen (das Unternehmen gehört zur Grameen Foundation von Friedensnobel-Preisträger Dr. Muhammad Yunus).

Gestern waren meine Kollegin Cordula Kehrmann aus dem Bereich Design und ich im hessnatur-Laden und haben uns das Shirt gekauft, was heute gleich getragen wird :-) Und als uns unser Kollege Darius Pallus (rechts) vom Online-Markting USA heute im Büro damit gesehen hat, konnte er nicht anders … kurzum: nach dem Mittagessen ging’s für ihn in den Laden zum T-Shirt-Kauf :-)

Ich bin mit dem Shirt super zufrieden … tolles Design, starke Botschaft und natürlich 100 % Bio-Baumwolle in hessnatur-Qualität!

Die Welt in Deiner Hand

Dienstag, 6. Januar 2009

Wie in meinem letzten Blog-Eintrag angekündigt, möchte ich mehr zum neuen T-Shirt unseres Designers Miguel Adrover erzählen. Anprobieren durfte ich ja bereits ein Muster-T-Shirt während der Fotoaufnahmen für den Katalog im vergangenen Sommer in Rostock.

Miguel hat das Design des T-Shirts gemacht, produzieren lassen wir es in Bangladesch. Da klingeln einem ja normalerweise die Ohren – Textilproduktion in Bangladesch, das steht doch für billige Ware und vor allen Dingen billige Arbeitskräfte? Unsere Produktion dort hebt sich davon ab. Denn wir lassen das T-Shirt in Zusammenarbeit mit Friedensnobelpreisträger Dr. Muhammad Yunus produzieren. Ökologisch, sozial, fair. Der Betrieb heißt Grameen Knitwear und gehört zur Grameen Stiftung von Dr. Yunus.

Das Motto des T-Shirts, das sich Miguel hat einfallen lassen, heißt für die diesjährige Frühjahr/Sommer-Kollektion „The world in your hand – Die Welt in Deiner Hand“. Miguel hat mir dazu folgendes erzählt:

„That means you have the power to bring it down or to bring it up. To preserve or to destroy. And this is what the tee shirt really means when it says „The world in your hand”. The world is really on people’s hand, not in my own hand, but in everybody’s hand.”

Um dem Ausdruck zu verleihen, hat er Mensch und Natur in seinem Design miteinander verschmolzen – Kopf und Geist und somit die Verantwortung für unseren Planeten, den wir „in der Hand haben“, gehören nun mal zusammen.

Ich freue mich auf unser neues Shirt aus Bangladesch, das was zu sagen hat! Wer das Shirt trägt, trägt übrigens nicht nur 100 % Bio-Baumwolle auf seiner Haut und damit ökologische Verantwortung, sondern auch zu einem guten Zweck bei: Mit jedem verkauften T-Shirt fließt Geld an das Projekt „Shikka” der Grameen Stiftung, das sich in Bangladesch für benachteiligte Frauen und Kinder einsetzt. Bestellen kann man das Shirt im neuen Frühjahr/Sommer-Katalog 2009 und ab morgen auch im neuen Onlineshop von hessnatur.