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Ein Wolle-Seide-Body für Paul

Mittwoch, 20. Mai 2009

Jetzt ist es soweit: Ich bin Oma geworden, vor 14 Tagen kam mein süßer Enkel Paul auf die Welt.

Es ist so schön Oma zu sein. Ich hätte es mir so gar nicht vorstellen können - einfach ein unbeschreiblich schönes Gefühl! So ein kleines Wesen ist doch immer wieder ein kleines Wunder. Und was macht man, wenn man Oma ist? Man darf den Enkel verwöhnen. :-)

Ein schöner Gang dabei ist unser Laden, der gleich 100 Meter von meinem Arbeitsplatz entfernt ist. Und der mich immer verführt etwas mitzunehmen.

Für Neugeborene ist es so wichtig, dass sie die richtige Kleidung tragen. Ganz toll für Paul finde ich unsere Wolle-Seide-Bodies, die ihn schön wärmen und sehr angenehm auf der Haut ist. Vor kurzem habe ich auch wieder gelesen, wie wichtig es ist, dass Babies eine Mütze tragen, um ihre Körpertemperatur zu halten. Dafür ist unsere Baumwoll-Mütze hervorragend geeignet. Bio-Wolle, Wollfrottee, Wolle-Seide-Mischungen - temperaturausgleichend und optimal für die Kleinen, auch im Sommer. Ich freue mich auf eine schöne Zeit mit Paul!

Besuch aus der nördlichen Mongolei

Montag, 20. April 2009

Auf diesen Termin heute habe ich mich besonders gefreut, denn das hat man ja nicht alle Tage: Kontakt mit den Menschen, die für uns die sagenhafte Yakwolle zu tollen Pullovern verarbeiten. Und das ganz exklusiv!

Das junge Pärchen kommt ganz unprätentiös und bescheiden bei uns an. Mit Michael Krause an meiner Seite wird schnell ein spannendes Frage- und Antwortspiel daraus.

Wie kommt man denn dazu, die bei uns bis dato völlig unbekannte Yakwolle nach Deutschland zu bringen? Diese Frage löst sich schnell, denn meine Gesprächspartnerin ist Mongolin mütterlicherseits. Mit einigem unternehmerischem Gespür und wohl auch der nötigen Risikobereitschaft, aber auch einer entspannten Ruhe scheint die Mischung zu stimmen: 2006 fingen die beiden dort mit eigener Produktion an. Eine Erfolgsgeschichte, die heutzutage ihresgleichen suchen kann. Angefangen haben sie mit 3 Mitarbeitern, heute, 3 Jahre später, sind schon 27 Mitarbeiter beschäftigt. Mit dabei auch ein Bruder und der Onkel, der sich inzwischen auf die Auswahl und den Einkauf besonders guter Yak-Qualitäten spezialisiert hat. Er muss ja die Lieferanten besuchen. Und diese wandern mit ihren Jurten über die Weiden hauptsächlich rund um den Khuvsgul-See im Norden und das Arkhangai-Aimag in der Landesmitte. Die Yaks wollen in die Höhe, sie halten bis zu minus 40°C im Winter aus. Im Sommer wird es dort tagsüber auch mal 30°C warm – eine ordentliche Spanne!

Ja, das haben wir doch schnell verstanden: In der Mongolei schlagen die Uhren noch anders. Da ist Geld nicht alles, was einen Menschen an einen Arbeitsplatz bindet. Die Würde und das Gefühl müssen stimmen. Unsere beiden Besucher haben deutsche Arbeitsbedingungen mit mongolischen verknüpft und so eine große Zufriedenheit für ihre Mitarbeiter in der Strickerei erzielt. Da gehören geregelte Arbeitszeiten genauso dazu wie Renten- und Krankenversicherung (was wohl dort noch nicht üblich ist), Urlaubsgeld und zwei kostenlose Mahlzeiten am Tag. Sie wollen, dass die Menschen „mit ihrem Herzen arbeiten“. Eine Formulierung, die wir hier bei hessnatur natürlich gerne hören!

Die Mongolei ist bekannt für hochwertige Kaschmirverarbeitung. Die Verarbeitung von Yak auf den dort verwendeten Handstrickmaschinen benötigt aber ein anderes Vorgehen. Ohne Ehrgeiz und Tüftelei geht es kaum, das Yakhaar ist kürzer und verhält sich beim Spinnen und Stricken einfach anders. Mittlerweile sind die einstigen Kaschmirstricker/-innen und –Verabeiter/-innen wahre Yak-Profis geworden.

Auch die Lagerung der Wolle wird durch deutsches „Know-How“ verbessert: Dort wird noch gewohnheitsmäßig mit Mottenkugeln gegen Motten gekämpft (einen Kommentar dazu verkneife ich mir, aber ich denke, jeder hat jetzt den typischen Geruch in der Nase). Unsere Yak-Lieferanten nehmen bei ihren Flügen in die Mongolei Lavendel mit. In geschlossenen Räumen mit Lavendel beduftet – das reicht, versichern uns die beiden. Auch über den Transport nach Deutschland hat man sich deshalb für die schnelle Luftfracht entschieden – damit keine Pestizide für lange Transporte per Schiff notwendig werden. Alles in unserem Sinne – es könnte doch immer so einfach sein…

Übrigens: Wer mehr über das Leben in der Mongolei und die nomadisierenden Viehhirten erfahren will, dem sei das Buch „Der Zorn der Wölfe“ empfohlen. Diesen Tipp bekamen wir sozusagen gratis - on-top - von unseren Besuchern.

Die Rhön im Schafspelz

Donnerstag, 26. Februar 2009

Sein Fell ist weiß, die Beine hoch, der Kopf schwarz und ohne Hörner: das Rhönschaf. Während seine deutschen Artgenossen ihr Fell schon lange nicht mehr für warme Kleidung hergeben dürfen, liefert das Rhönschaf hessnatur noch immer den Faden für ungewöhnliche “Spinnereien”. Und wo Schafe sind, da muss auch ein Schäfer sein.

Ich habe ihn getroffen, Hans-Joachim Weih, Schäfer aus Leidenschaft im thüringischen Dermbach. Der Schäfer arbeitet auch als Tierarzt und ruhig schlafen kann dieser Mann erst, wenn er seine Schäfchen im Trockenen hat. Etwa 600 Mutterschafe und viele Lämmer gehören zu seiner Herde.

Aber die Aufmerksamkeit von Hans-Joachim Weih gilt nicht ausschließlich dem lieben Vieh. Während er Hemingway und andere Weltliteraten zitiert, blickt er über die Landschaft, die er seit einigen Jahren auch leidenschaftlich gern fotografiert. Seine Bilder zeigen Sonnenauf- und Sonnenuntergänge, Wolken, Wiesen, Felder und immer wieder seine Herde.

Ein vielschichtiger und nachdenklicher Mann, der Menschen und Schafe als Teil eines großen Ganzen sieht und versucht, möglichst viel Zeit mit seinen Tieren und damit in der Natur zu verbringen. Zweimal im Jahr wird das Rhönschaf geschoren, natürlich von Weih persönlich. Die Wolle seiner Schafe ist wie ihr Lebensraum: robust und widerstandsfähig gegen Witterungseinflüsse. hessnatur macht daraus wärmende Rhöntextilien, die spielend Wind und Wetter trotzen. Überflüssig zu erwähnen, dass Hans-Joachim Weih sich bereits persönlich davon überzeugt hat :-)

Wolle/Seide für alle!

Mittwoch, 21. Januar 2009

Tragen Sie Unterwäsche aus Wolle? Zugegebenermaßen eine etwas pikante Frage.

Aber mal ehrlich: So manch einer verbindet mit dieser Vorstellung eher ein Leibchen der Urgroßeltern oder Doku-Soaps wie Schwarzwaldhaus 1902 und Co. Wer denkt schon wirklich über eine heute noch zeitgemäße zweite Haut nach?

Ich bin fest davon überzeugt, dass Wolle die Faser der Wahl ist. Spätestens nach der Schulung über textilen Grundlagen im Hause hessnatur war ich überzeugt: Ihre Eigenschaften sind denen unsere Haut so erstaunlich ähnlich, das probiere ich im nächsten Winter aus. Zu meinem ersten Langarm-Shirt kam schon bald Nachschub: Muskelshirts, T-Shirts, vorzugsweise gemischt mit ein wenig Seide. Besonders beim Joggen die perfekte Wäsche, um bei kalten Außentemperaturen die Dehnübungen verschwitzt, aber ohne zu frieren zu absolvieren.

Oft sprechen mich dick ummantelte Leute an, wenn ich mal einige Minuten im Hemd draußen stehe. „Frierst du nicht? Pass auf, dass du nicht krank wirst!“ Ich lächle genüsslich und antworte: „Hab doch mein Woll-Leibchen drunter.“ Und jedes Mal habe ich das Gefühl, in ihren Augen bloß ein komischer Freak zu sein, der halt sein Glück in Naturtextilien gefunden hat. Von wegen! Aber mit dieser zweiten Haut trägt sich ein konventionelles Stück gleich dreimal so gut.

Und ich wünschte, solche Vorurteilsträger würden es einfach mal testen. Wetten, dass viele überzeugt wären von den perfekten Eigenschaften der fein gestrickten Schurwollwäsche?

Nicht zu vergessen unser Sohnemann. Seit seiner Geburt im Hochsommer bis zu den Minusrekorden der letzten Wochen: Er trägt seine Wolle/Seide-Bodies tagein tagaus, ohne zu Murren, ohne Hautirritationen und vor allem: Ohne bisher einmal krank gewesen zu sein. Und er sieht so schnuckelig mehlwurmig dabei aus. Das haben sogar die anfangs skeptischen Verwandten mittlerweile lieb gewonnen.

Also, liebe Mitmenschen: Vergesst eure angebliche Wollallergie und probiert es aus! Ehrlich: Das ist Lebensqualität.

Der Nachwuchs ist unterwegs

Montag, 5. Januar 2009

Meine Tochter ist 32 Jahre alt und im 5. Monat Schwanger. Das Baby wird voraussichtlich am 13.Mai das Licht der Welt erblicken. Die Zeit der Schwangerschaft mit meiner Tochter zusammen erleben zu dürfen, ist etwas ganz besonderes für mich.

Es ist  schon sehr interessant  festzustellen, wie eine werdende Mutter sich verändert. Das fängt schon beim Autofahren an: Meine Tochter war eigentlich eine ziemliche Raserin, aber seitdem sie schwanger ist, fährt sie wie eine Schnecke. :) Da merkt man, wie eine werdende Mutter ihr Kind schützt.
So auch mit der Auswahl der Babykleidung. Eigentlich ist sie nicht so die hessnatur-Käuferin, aber nun ist sie schwanger und “pusch!” hat sich alles geändert! Sie möchte jetzt nur noch Sachen von hessnatur für ihr Baby weil sie nun meint, dass es wichtig ist, dass  das Baby gesunde und giftfreie Kleidung trägt.

Am Samstag waren wir im Laden und haben wir schon mal ein paar Babysachen angesehen und gekauft: Strampler, Babytrage, und Stilltop. Und das macht auf einmal so richtig viel Spaß! Sie fragt jetzt ständig Dinge wie: “kommt da noch Unterwäsche drunter” oder “ziehe ich den Body gleich über die Windel?”

Ja, auch das muss man natürlich erst alles lernen . Außerdem habe ich einen Schurwollbody gekauft, und siehe da , meine Tochter- eigentlich  eine große Gegnerin von Wollkleidung-  ist nun ganz begeistert wie weich Wolle doch ist…

Es ist schön, sie beraten zu können. Denn es ist doch wichtig, dass ein kleines Baby von Anfang an geschützt wird durch gute Kleidung, damit es sich so richtig wohlfühlen kann - vom ersten Tag an.

Das wünsche ich mir für meinen kleinen Enkel.
Die ganze Familie freut sich schon riesig auf den kleinen neuen Erdenbürger. Und ich als werdende Oma bestimmt am zweit- oder zumindest drittmeisten!! :)