Artikel mit den Tags "Kollektion"

Der neue Katalog ist da!

Montag, 29. Juni 2009

Heute ist er druckfrisch zu uns in Haus gekommen und wird in den nächsten Tagen an Euch, unsere Kundinnen und Kunden, verschickt: Der neue Hauptkatalog für die Herbst/Winter-Saison 2009, 338 Seiten voller hessnatur-Mode für die ganze Familie.

Während der Katalogproduktion habe ich mit meinen Kolleginnen aus dem Bereich Werbung an den Magazinseiten für den neuen Katalog gearbeitet - wir berichten u.a. von der hessnatur Yak-Herde in der Mongolei und haben ein tolles Interview mit Matthias Hess, Sohn von Firmengründer Heinz Hess.

Heute Vormittag habe ich nun zum ersten Mal den “richtigen” und kompletten Katalog durchblättern können. Er sieht und fühlt sich so richtig nach hessnatur an: Tolle Materialien, wunderschöne Designs und praktische Basics, die man zu allen möglichen Kleidungsstücken kombinieren kann. Und in der “HAKA” - so heißt bei uns das Sortiment für die Herrenbekleidung - habe ich schon einige Teile entdeckt, die in meinen Kleiderschrank müssen. Wobei ich mir dabei auch die Frage gestellt habe, ob ich im Sommer schon Strickpullover und Jacken für die kältere Jahreszeit brauche - bei dem Wetter wohl erstmal weniger. :-) Aber zum Glück gibts ja mit dem Start der neuen Kollektion auch weiterhin noch die Frühjahr-/Sommermode in unseren Läden, im Internet oder per Telefon.

P.S. Ab übermorgen ist die neue Herbst-/Winterkollektion übrigens auch in unserem Online-Shop erhältlich.

Warum ist Naturmode teurer?

Donnerstag, 28. Mai 2009

Die letzten Wochen habe ich mich intensiv mit dem Screening von US-amerikanischen Blogs und den Inhalten beschäftigt, die für die Menschen in den Staaten eine Relevanz besitzen. Hierbei bin ich auf einen interessanten Beitrag gestoßen, mit dessen Inhalten wir uns hier in unserem Heimatmarkt auch schon oft beschäftigt haben. „Warum ist Naturmode teurer?“

Leider scheint es nämlich so zu sein, dass die Verbraucher noch nicht genügend aufgeklärt sind, denn wie oft werde ich noch mit der Aussage konfrontiert „Die Kleidung von hessnatur ist ja wirklich schön, doch leider nicht zu bezahlen!“. Ein Vorurteil, welches der Beitrag auf treehugger.com aufgreift und in vier Punkten, auf eine einfache Art und Weise, erklärt:

1. Zeit und Aufwand kostet Geld
Gerade am Beispiel von Baumwolle sehr gut zu erklären. Die Ernte von Bio-Baumwolle ist zeitintensiver, da sie ohne chemische Hilfsmittel auskommt und somit ressourcen-schonend als auch giftfrei ist.

2. Fair ist Fair
Viele Einsparung werden heute über die Wertschöpfungskette vorgenommen und gehen häufig zu Lasten der Arbeitnehmer in den Fabriken. Für sozial-gerechte Arbeitsbedingungen sowie eine existenzsichernde Entlohnung bedarf es eines höheren Invest.

3. Groß vs. Klein
Auch wenn der Anteil von Naturtextilien am Gesamtmarkt stetig wächst, macht er immer noch nur einen sehr kleinen Teil der Gesamt-Verbraucherausgaben aus. So sind die Kosten für die Verarbeitung sowie für die Logistik - im Vergleich zum Massenmarkt - im Verhältnis wesentlich höher.

4. Manchmal kosten Öko- als auch konventionelle Produkte einfach mehr
Ein Zeichen von Qualität vs. Quantität! Da Öko-Mode, mit Liebe zum Detail und handwerklichen Techniken, unter die technische Definition der „Couture“ fällt, ist es fair über den Preis den Aufwand zu rechtfertigen.

Mit dem 4. Punkt kann ich mich nur bedingt anfreunden, da hessnatur seit jeher für ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis steht und keine unberechtigten Kosten an seine Kunden weitergibt. Doch den Rest des Beitrag kann ich absolut teilen. Ich finde, man kann es nicht oft genug sagen sowie die Menschen dafür sensibilisieren, da es nun mal Fakt ist, dass sozial gerechte und natürliche Kleidung nicht für einen Dumping-Preis zu erwerben ist.

design for life

Montag, 25. Mai 2009

Ausnahmezustand bei hessnatur. In den letzten drei Wochen fanden hier im Hause Konzeptpräsentationen für den nächsten Frühjahr/Sommerkatalog statt. Da in dieser Veranstaltung über die zukünftige Kollektion entschieden wird, ist dies eine der wichtigsten Veranstaltungen im Rahmen unseres Kollektionserstellungsprozesses. Einen kleinen – wenn auch nur groben - Einblick in diese Abläufe wollte ich heute gerne geben.

Wir arbeiten hier im Haus in den verschiedenen Bereichen immer mindestens an drei verschiedenen Saisons gleichzeitig. Zum Beispiel wickelt die Logistik gerade die aktuelle Frühjahr/Sommer-Saison ab, die Einkäufer kümmern sich um die Anlieferung der Ware für den Herbst/Winter und unsere Designer sind schon ein ganzes Jahr voraus und erstellen die Kollektion für Frühjahr/Sommer 2010.

Zweimal im Jahr, immer für den Hauptkatalog, durchlaufen wir den Prozess für die Kollektionserstellung. Vom Design des Kleidungsstückes bis zum fertigen Muster.
Startschuss zur neuen Saison ist die intensive Analyse der vorherigen Saison. Anschließend werden die Designer auf die nächste Saison eingestimmt oder gebrieft – wie man so schön auf neudeutsch sagt - und sind auf Messen und in Städten unterwegs, um die Trends, z.B. Farben oder Materialien, aufzuspüren. Dies alles in die hessnatur-Kollektion umzusetzen, ist die große Herausforderung an unsere Designer, denn natürlich sind wir aufgrund unserer strengen Qualitätskriterien und auch aufgrund unserer Naturmaterialien in der Umsetzung eingeschränkt. Andererseits wollen wir natürlich nicht nur modische Artikel im Sortiment haben und müssen auch nicht jeden Modetrend mitmachen. Die schönen Naturmaterialien und ihre exotischen Mischungen bieten sich doch auch besonders für zeitlose, langlebige Mode und Basics an.

In der Konzeptpräsentation, die ca. sechs Wochen nach den Analysen stattfindet, stellen die Designer dann bereits die Zeichnungen der Produkte vor und haben Stoffmuster und Farblaschen dabei. In diesem Gremium wird entschieden, ob und in welcher Form das Produkt in die Kollektion aufgenommen wird. Vertreten sind in dieser Sitzung natürlich die Designer, die Geschäftsleitung sowie die Bereiche Innovation und Ökologie, Einkauf und Technik. Auch Mitarbeiter aus unserem Laden nehmen an der Besprechung teil, denn sie haben den direkten Kontakt zu unseren Kunden und steuern wertvolle Hinweise bei. Diskutiert und entschieden werden hier Fragen wie zum Beispiel, ob die Rohstoffe aus unseren Projekten wie zum Beispiel kbA-Baumwolle aus Burkina Faso oder Hessen Leinen in der Produktion eingesetzt werden. Mögliche Lieferanten werden diskutiert, Schnittführung und Passform betrachtet, Farben und Anlässe besprochen.

Dass es hier hoch hergeht, wird schon deutlich durch die Zusammensetzung dieses Gremiums. Die unterschiedlichen Anforderungen aus den einzelnen Bereichen treffen aufeinander und müssen in Einklang gebracht werden. Da wird ausgiebig und sehr differenziert diskutiert. Eine super anstrengende, interessante Veranstaltung, in der aber auch der Spaß an der Arbeit nicht zu kurz kommt.

Schon acht bis zehn Wochen später sind zur Artikelauswahl die Muster im Haus (wenn alles gut geht) und werden jetzt von dem gleichen Team noch einmal begutachtet und gegebenenfalls überarbeitet. Nach dieser finalen Runde wird die Kollektion an das Werbeteam zur Fotografie übergeben. Das sind dann die anderen Rädchen, die unser großes Rad antreiben.

Besuch aus der nördlichen Mongolei

Montag, 20. April 2009

Auf diesen Termin heute habe ich mich besonders gefreut, denn das hat man ja nicht alle Tage: Kontakt mit den Menschen, die für uns die sagenhafte Yakwolle zu tollen Pullovern verarbeiten. Und das ganz exklusiv!

Das junge Pärchen kommt ganz unprätentiös und bescheiden bei uns an. Mit Michael Krause an meiner Seite wird schnell ein spannendes Frage- und Antwortspiel daraus.

Wie kommt man denn dazu, die bei uns bis dato völlig unbekannte Yakwolle nach Deutschland zu bringen? Diese Frage löst sich schnell, denn meine Gesprächspartnerin ist Mongolin mütterlicherseits. Mit einigem unternehmerischem Gespür und wohl auch der nötigen Risikobereitschaft, aber auch einer entspannten Ruhe scheint die Mischung zu stimmen: 2006 fingen die beiden dort mit eigener Produktion an. Eine Erfolgsgeschichte, die heutzutage ihresgleichen suchen kann. Angefangen haben sie mit 3 Mitarbeitern, heute, 3 Jahre später, sind schon 27 Mitarbeiter beschäftigt. Mit dabei auch ein Bruder und der Onkel, der sich inzwischen auf die Auswahl und den Einkauf besonders guter Yak-Qualitäten spezialisiert hat. Er muss ja die Lieferanten besuchen. Und diese wandern mit ihren Jurten über die Weiden hauptsächlich rund um den Khuvsgul-See im Norden und das Arkhangai-Aimag in der Landesmitte. Die Yaks wollen in die Höhe, sie halten bis zu minus 40°C im Winter aus. Im Sommer wird es dort tagsüber auch mal 30°C warm – eine ordentliche Spanne!

Ja, das haben wir doch schnell verstanden: In der Mongolei schlagen die Uhren noch anders. Da ist Geld nicht alles, was einen Menschen an einen Arbeitsplatz bindet. Die Würde und das Gefühl müssen stimmen. Unsere beiden Besucher haben deutsche Arbeitsbedingungen mit mongolischen verknüpft und so eine große Zufriedenheit für ihre Mitarbeiter in der Strickerei erzielt. Da gehören geregelte Arbeitszeiten genauso dazu wie Renten- und Krankenversicherung (was wohl dort noch nicht üblich ist), Urlaubsgeld und zwei kostenlose Mahlzeiten am Tag. Sie wollen, dass die Menschen „mit ihrem Herzen arbeiten“. Eine Formulierung, die wir hier bei hessnatur natürlich gerne hören!

Die Mongolei ist bekannt für hochwertige Kaschmirverarbeitung. Die Verarbeitung von Yak auf den dort verwendeten Handstrickmaschinen benötigt aber ein anderes Vorgehen. Ohne Ehrgeiz und Tüftelei geht es kaum, das Yakhaar ist kürzer und verhält sich beim Spinnen und Stricken einfach anders. Mittlerweile sind die einstigen Kaschmirstricker/-innen und –Verabeiter/-innen wahre Yak-Profis geworden.

Auch die Lagerung der Wolle wird durch deutsches „Know-How“ verbessert: Dort wird noch gewohnheitsmäßig mit Mottenkugeln gegen Motten gekämpft (einen Kommentar dazu verkneife ich mir, aber ich denke, jeder hat jetzt den typischen Geruch in der Nase). Unsere Yak-Lieferanten nehmen bei ihren Flügen in die Mongolei Lavendel mit. In geschlossenen Räumen mit Lavendel beduftet – das reicht, versichern uns die beiden. Auch über den Transport nach Deutschland hat man sich deshalb für die schnelle Luftfracht entschieden – damit keine Pestizide für lange Transporte per Schiff notwendig werden. Alles in unserem Sinne – es könnte doch immer so einfach sein…

Übrigens: Wer mehr über das Leben in der Mongolei und die nomadisierenden Viehhirten erfahren will, dem sei das Buch „Der Zorn der Wölfe“ empfohlen. Diesen Tipp bekamen wir sozusagen gratis - on-top - von unseren Besuchern.

Kinder-Malwettbewerb: Der Countdown läuft!

Dienstag, 24. März 2009

Wir möchten alle Kinder bis 14 Jahre noch einmal an unseren Malwettbewerb erinnern. Dieser läuft nur noch 7 Tage.

Schickt uns einfach Eure Bildideen zum Motto „Ich und meine Familie in der Natur“ und gewinnt mit etwas Glück, eines der drei tollen Kapuzensweater von hessnatur.

Wenn Ihr Euch noch einmal genauer informieren wollt, geht es hier entlang …

Wir freuen uns auf Eure Einsendungen!