Archiv für die Kategorie "Allgemeines"

hessnatur bei “grüner” Modewoche in Berlin

Freitag, 3. Juli 2009

Die Bundeshauptstadt hat zur Mercedes-Benz Fashionweek eingeladen. Vom 1. bis zum 4. Juli tummelt sich die internationale Modewelt rund um das Brandenburger Tor. Soweit nichts Neues um diese Jahreszeit. Doch dieses Jahr gibt es etwas ganz Besonderes! Denn zwischen allen Messen und Schauen bietet Berlin dieses Jahr auch eine Plattform für „Green Fashion“.

Einer der Anlaufpunkte ist wahrhaftig der so genannte Green Showroom im Hotel Adlon. Hier ist kurzerhand aus sechs luxuriösen Suiten eine Präsentationsfläche für rund 20 Eco-Labels geschaffen worden, die umweltfreundliche und nachhaltige Mode präsetieren.Klar, dass hessnatur als Pionier in Sachen natürliche Kleidung nicht fehlen darf.

Das war mein Wissensstand, als ich mit unserer Herbst/Winter-Kollektion 2009 im Gepäck angereist bin. Was mich vor Ort erwartete, waren - nach einem etwas stressigem Aufbau - viele neue Eindrücke der aktuellen Mode-Highlights, natürlich die Trends der kommenden Saison sowie viele spannende Gespräche mit anderen interessanten Labels, Moderedaktionen, Einkäufern, Organisationen und sogar hessnatur-Kunden - und dass alles in einem netten Ambiente.

Leider musste ich schon nach dem ersten Tag wieder meine Koffer packen, denn die Arbeit im Büro rief nach mir. Meine Kollegin Verena Kuhnert hält jetzt noch bis Samstag die Stellung und filmt natürlich ganz fleißig für alle mit, die nicht in den Genuss kommen können, persönlich vorbei zu schauen. Den Film gibt es dann mit ausführlichem „Reisebericht“ hier im Blog zu sehen - wir dürfen gespannt sein … :-)

Bio und Fairtrade

Freitag, 3. Juli 2009

Zur Zeit scheint in der Schweiz eine spezielle Entwicklung erkennbar zu werden: Bio “verdrängt” Fairtrade.

Durch die immer höher werdende Schadstoffbelastung unseres Lebensraumes nehmen auch Allergien sprunghaft zu. Das führt offenbar dazu, dass immer mehr Konsumenten darauf achten, nicht nur die Lebensmittel, sondern auch die Kleidung möglichst schadstofffrei, also Bio, einzukaufen.

Discounter wollen auch am „Biokuchen“ teilhaben und lassen so genannte “Bio - Billigware” produzieren. Dies ergibt einen höheren Kaufmarkt gegenüber einem kleineren Produktionsmarkt. Im Jahre 2008 war in der Schweiz der Zuwachs von Fairtrade gehandelter Ware nur noch 3,1 %, weltweit 22 %.

Obwohl wir weltweit immer noch den höchsten Fairtrade-Pro-Kopf-Konsum haben, stimmt dies bedenklich. Erfreulich ist, dass Grossbritannien und die USA stark aufholen. Weltweit wurde im letzten Jahr knapp 3 Milliarden Euro Fairtrade-Umsatz generiert.

Ein Bio-Label scheint zur Zeit einen stärkeren Kaufreiz zu haben als die Zusicherung, respektvoll mit den produzierenden Bauern umzugehen und dafür zu sorgen, dass diese ein vernünftiges Auskommen haben, ohne ihre Kinder zur Arbeit schicken zu müssen. Unser gemeinsames Projekt des Anbaus von Bio-Baumwolle in Burkina Faso, das wir zusammen mit der Schweizer Entwicklungshilfe-Organisation Helvetas betreiben und bei dem wir 20 % Bio- als auch 20 % Fairtrade-Prämie zusätzlich zum afrikanischen Baumwollpreis zahlen, hat da Vorbildcharakter.

Mein Standpunkt: Auf Bio muss nicht, auf Fairtrade darf nicht verzichtet werden, damit wir mit offenem Blick den Menschen in den produzierenden Ländern begegnen können. Es sollte für uns selbstverständlich sein, dass wir mit Respekt einkaufen, nach dem Motto: lieber weniger, dafür fair - und bio!

Utopia, frisch gestrichen

Donnerstag, 2. Juli 2009

Heute gibt’s von uns einen Surftipp: Utopia, die Internetplattform für strategischen Konsum, ist mit frischem Anstrich online (oder neudeutsch ausgedrückt: sie wurde “ge-relauncht”).

hessnatur ist Gründungspartner der Plattform, die 2007 online ging und Menschen, Unternehmen und Märkte zusammenbringen will, die in der Welt was bewegen wollen. Bislang sind rund 45.000 Benutzer - “Utopisten” - bei Utopia registriert und tauschen sich zu nachhaltigen Produkten und Dienstleistungen aus, z.B. mit dem Online-Einkaufsführer.

Mir persönlich gefallen die Themen-Übersicht (hier kann man ganz praktisch in verschiedenen Kategorien nach Texten suchen) und das Magazin ganz gut - zur Lektüre empfohlen sei das Interview mit Dominic Veken über die Zukunft der Idealisten - “Ab jetzt Begeisterung!”.

Wasser bedeutet Leben

Mittwoch, 1. Juli 2009

Ohne Wasser kein Leben, kein Überleben. Und dennoch sind wir nicht in der Lage, unsere Gewässer sauber zu halten. Glauben wir wirklich, dass unser sprudelndes Mineralwasser aus der Flasche sauber ist? Es sieht zumindest so aus. Und meist kommt es ja auch aus so tiefen Tiefen, dass eine Verschmutzung eher unwahrscheinlich ist. Oder?!

Eine Studie, die vom Umweltbundesamt (UBA) innerhalb eines Forschungsprojektes in Auftrag gegeben wurde, brachte es jetzt ans Licht: Eine massive Belastung, ja, eine Kontamination von Hormonen fanden die Wissenschaftler vor: „Wir mussten feststellen,“ so Martin Wagner von der Uni Frankfurt, der mit Prof. Jörg Oehlmann zusammen diese Forschung betrieb, „ dass Mineralwasser hormonell betrachtet in etwa die Qualität von Kläranlagenabwasser aufweist“. Na, da wird’s uns doch schlecht, oder?!

Übrigens: in PET-Flaschen verpackt ist der östrogen-aktive Hormoncocktail etwa doppelt so hoch wie in einer Glasflasche. Weichmacher und Co. … Mahlzeit, sage ich da nur!

Es ist doch klar, die Menschheit nimmt seit Jahrzehnten Unmengen an Medikamenten ein (man denke da nur mal an die Pille), wir verunreinigen massiv die Gewässer mit Schadstoffen bei all den konventionell-industriellen Produktionen! Oder denkt nur an die Dauer-Medikamentengaben an die Tiere, die unsere Massenfleischproduktion sichern sollen… Wer glaubt denn heute noch, dass uns diese Inhaltsstoffe in der Nahrungskette nicht wieder begegnen? Und was machen sie mit uns? Gesundheit ist sicher das letzte, was uns dazu einfällt.

Um so wichtiger ist es doch, von vornherein und jederzeit mit den eigenen Konsum-Entscheidungen darauf zu achten, WIE ein Produkt hergestellt wurde. Bei solchen Nachrichten geht einfach nur noch Bio, oder?! Und es wird auch klar, wie wichtig es ist, auch hier bei der textilen Produktion auf Wasser und Abwasser zu achten. Nur bei der Gewährleistung einer geregelten Klärung der Abwässer bekommt eine Färberei von uns den Zuschlag zur hessnatur-Produktion, so höre ich Rolf Heimann aus unserem Bereich Innovation und Ökologie sagen. Das musste ich mir angesichts dieser Nachrichten noch mal vor Augen führen. Und da wir auf den Feldern auch mit natürlichen Wassermengen von oben arbeiten und ohne Pestizide und Herbizide, bleibt der natürliche Regenwasser-Zyklus auch in Ordnung. Soweit, so gut. Und was trinken wir jetzt?!

Der neue Katalog ist da!

Montag, 29. Juni 2009

Heute ist er druckfrisch zu uns in Haus gekommen und wird in den nächsten Tagen an Euch, unsere Kundinnen und Kunden, verschickt: Der neue Hauptkatalog für die Herbst/Winter-Saison 2009, 338 Seiten voller hessnatur-Mode für die ganze Familie.

Während der Katalogproduktion habe ich mit meinen Kolleginnen aus dem Bereich Werbung an den Magazinseiten für den neuen Katalog gearbeitet - wir berichten u.a. von der hessnatur Yak-Herde in der Mongolei und haben ein tolles Interview mit Matthias Hess, Sohn von Firmengründer Heinz Hess.

Heute Vormittag habe ich nun zum ersten Mal den “richtigen” und kompletten Katalog durchblättern können. Er sieht und fühlt sich so richtig nach hessnatur an: Tolle Materialien, wunderschöne Designs und praktische Basics, die man zu allen möglichen Kleidungsstücken kombinieren kann. Und in der “HAKA” - so heißt bei uns das Sortiment für die Herrenbekleidung - habe ich schon einige Teile entdeckt, die in meinen Kleiderschrank müssen. Wobei ich mir dabei auch die Frage gestellt habe, ob ich im Sommer schon Strickpullover und Jacken für die kältere Jahreszeit brauche - bei dem Wetter wohl erstmal weniger. :-) Aber zum Glück gibts ja mit dem Start der neuen Kollektion auch weiterhin noch die Frühjahr-/Sommermode in unseren Läden, im Internet oder per Telefon.

P.S. Ab übermorgen ist die neue Herbst-/Winterkollektion übrigens auch in unserem Online-Shop erhältlich.